Januar 2006
Buchhandlungen haben auf mich eine anziehende Wirkung. Nichts ist schöner, als ziellos an den Auslagen vorbei zu schlendern, hier und da in Büchern zu blättern und immer wieder Neues zu entdecken. Noch zauberhafter aber sind Antiquariate, jene gemütlichen Läden, in denen in jedem Winkel verwunschene Bücher auf einen neuen Besitzer zu warten scheinen. Natürlich kann man auch zielgerichtet nach vergriffenen Romane, Fachbüchern oder Werkausgaben fahnden. Das geht auch im Internet, wobei da natürlich das entsprechende Flair des realen Antiquariats verloren geht. Doch das nimmt man gerne in Kauf angesichts eines überwältigenden Angebots. Das ZVAB - Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher - ist nämlich der größte Online- Anbieter für deutschsprachige antiquarische Bücher.
Gestartet wurde das Portal 1996 von Bernd Heinisch zusammen mit Friedemann Kutschbach und Jens Bauersachs in Berlin. Mittlerweile sind über 4.100 professionelle Antiquariate aus 27 Ländern mit ihren Bestände angebunden. Bequem können Kunden so Millionen antiquarische Medien aus unterschiedlichsten Sach- und Themengebieten suchen, finden und online bestellen. Zu entdecken gibt es Romane und Sachbücher, jahrhundertealte Handschriften und wertvolle Erstausgaben, signierte Werke, Graphiken und Lithographien, Noten, Landkarten und Atlanten, Postkarten und Zeitschriften. Verschiedene Such- und Sortierkriterien wie Autor, Titel, Sprache, Medium oder Preis helfen beim Stöbern. Durch die Fusion mit Choosebooks, dem amerikanischen Pendant des ZVAB, erweiterte sich das Angebot des ZVAB im Jahr 2004 um viele Millionen hauptsächlich englischsprachige Titel.
Bestellt wird nicht beim ZVAB direkt, sondern beim jeweils anbietenden Antiquariat. Das funktioniert reibungslos, wie ich bei mehreren eigenen Bestellungen feststellen konnte. Immer stimmten Ausgabe und Zustand des gelieferten Buches mit den Beschreibungen überein. Bezahlt werden kann mit Kreditkarte und in den meisten Fällen auch gegen Rechnung. Auch wenn die Recherche vor dem heimischen Computer das Stöbern in den Beständen eines realen Antiquariats nicht ersetzen kann, ein Besuch beim ZVAB lohnt sich immer.