Artikel und Meldungen aus dem Jahr 2003

Dieses Futter können wir Ihrem CD-ROM-Laufwerk wärmstens empfehlen

November 2003

Lesen am Computer, für viele Bücherfreunde ist das ein unvorstellbarer Vorgang, ein Sakrileg. Fehlen doch in der Welt der Bits und Bytes dieses ehrliche Buchgefühl, das Knacken des Buchrückens, wenn man ihn zum erstenmal vorsichtig aufbiegt, das Rascheln der Seiten, der Duft des frisch bedruckten Papiers. Für viele Menschen ist auch der Umstand bedenkenswert, daß man den Computer nicht mit ins Bett, an den Strand oder aufs Klo mitnehmen kann. Schlagkräftige Argumente gegen Literatur auf CD-ROMs gibt es also genug. Bei den Silberlingen allerdings, die das Berliner Unternehmen Directmedia Publishing GmbH herstellt, werden selbst eingefleischte Leseratten mitunter schwach. 1997 startete die "Digitale Bibliothek" mit der Deutschen Literatur von Lessing bis Kafka. Hier waren die Werke von mehr als 50 deutschsprachigen Schriftstellern mit über 70.000 Seiten auf einer handlichen Scheibe versammelt. Mich persönlich hat vor allem von Anfang an die enorm leistungsstarke Suchfunktion überzeugt. Innerhalb kürzester Zeit wird die CD durchforstet und das Ergebnis auf den Schirm geworfen.

Digitale BibliothekDeutsche Literatur von Lessing bis Kafka
Band 1 der Digitalen Bibliothek

CD-ROM
Directmedia Publishing

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Vor allem für Lehrer, Schüler und Studenten, aber auch für andere Menschen, die häufig präzise Zitate mit Nachweis benötigen, ist diese Art der Literatursammlung auf CD-ROM ideal, zumal es sich in der Digitalen Bibliothek, von wenigen Ausnahmen abgesehen, um sogenannte zitierfähige Ausgaben handelt. Inzwischen ist die Digitale Bibliothek auf eine stattliche Zahl von CDs angewachsen, neben Werkausgaben und Anthologien finden sich nun auch Standard-Nachschlagewerke und Materialsammlungen zu historischen Themen. In der Regel gilt, daß man Werke aus der Digitalen Bibliothek ohne große Prüfung erstehen kann, ohne hinterher enttäuscht zu sein. Diese Editionen auf CD-ROM an dieser Stelle noch einmal lobend zu erwähnen, hat einen zusätzlichen, ganz besonderen Grund. Seit November 2003 wird die Software, die die unendlichen Datenmengen verwaltet, auch für Mac-OS angeboten. Nun stehen die Apple-User, aus Überzeugung gehöre auch ich zu dieser Gruppe, nicht mehr neidisch neben den Benutzern von MS-Windows, wenn es darum geht hochwertige Literatur auf dem Rechner lesen und verarbeiten zu können. Alle weiteren Infos finden Sie auf der Homepage der Digitalen Bibliothek.